Bad Laerer Oberschüler erklären Ersten Weltkrieg

Anhand von Einzelschicksalen sollten die Achtklässler erfahren, wie sich der Weltkrieg auf die Menschen vor Ort auswirkte. Es sei von großer Bedeutung, die Vergangenheit zu kennen, meinte Schulleiter Wolfgang Saltenbrock: „Sonst können wir die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht sinnvoll gestalten.“

Kooperation mit Heimatmuseum

Die Achtklässler schauten sich die Ausstellung von Historiker Arnold Beuke aber nicht nur an, im Gegenteil: Sie verinnerlichten sie so sehr, dass sie sie anschließend 250 ihrer Mitschüler vorstellten – getreu dem Motto „Man lernt am meisten, wenn man sein Wissen anderen erklärt“.

Die Schau soll aber nicht den Schülern vorbehalten bleiben: Die Oberschule ging eine Kooperation mit dem Bad Laerer Heimatmuseum ein, dessen Vertreter interessierte Besucher am 9. und 16. Dezember von 15 bis 16.30 Uhr durch die Ausstellung führen. Wir hätten nie gedacht, dass wir mal Konkurrenz bekommen“, meinte der Vorsitzende Ludwig Wahlmeyer augenzwinkernd. Da die Schüler aber so eine sympathische und interessierte Konkurrenz seien, unterstütze man sie gerne.

Regionaler Bezug

Offiziell eröffnet wurde die Schau von Bürgermeister Franz Vollmer und der stellvertretenden Landrätin Susanne Breiwe. Vollmer begrüßte es, dass die Ausstellung allen Interessierten offen steht: „Das Wissen muss weitergegeben werden.“ Besonders lobte der Bürgermeister den regionalen Bezug: „Das macht die Vergangenheit nicht mehr anonym, sie wird lebendig.“ Breiwe hoffte, dass noch mehr Schulen davon Gebrauch machen, sich die Ausstellung kostenlos vom Landkreis auszuleihen.

Gelerntes bleibt länger in Erinnerung

Im Anschluss führten Niklas (14), Markus (14), Maja (13) und Alina (14) die Ehrengäste durch die Schau. Anfangs seien sie schon nervös gewesen, gestanden die Jugendlichen. Dennoch begrüßten sie die eher ungewöhnliche Lernmethode: „Man lernt viel besser, wenn man das ein paar Mal pro Woche oder sogar pro Tag erklärt“, meinte Niklas (14). Auch Maja ist überzeugt, dass das Gelernte so viel länger in Erinnerung bleibt, als wenn man nur eine Klassenarbeit schreibt: „Meinetwegen können wir das jetzt bei jedem Thema so machen.“

Ausstellung für andere Schulen offen

Auch andere Schulen sind eingeladen, sich bis zu den Weihnachtsferien von den Oberschülern durch die Ausstellung führen zu lassen. Weitere Informationen erteilt das Schulsekretariat unter 05424/29180.

 

 

Auch junge Männer aus der Region sind im Ersten Weltkrieg gefallen, wie Alina (14, links) und Maja (13) jetzt wissen. Foto: Danica Pieper

 

 

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